Samstag, 22. April 2017

mein Osterfest

Jeder hat ja so Traumziele, wo er unbedingt mal hin möchte. Klar habe ich auch exotische Traumziele, von denen ich nicht weiß, ob sie sich jemals realisieren lassen, aber ein realistischer Wunsch von mir war es schon lange, Helgoland mal nicht als Tagesgast zu erleben, sondern zu bleiben, wenn die Tagesgäste die Insel wieder verlassen.


Über Ostern war es soweit. Und ich hatte Glück auf ganzer Linie. Kurzfristig ein Zimmer bekommen, und auf das richtige Schiff gesetzt zu haben, denn am Anreisetag fuhr nur dieses eine. Und auch seefest zu sein, was um mich herum leider viele nicht waren. Und das Wetter auf der Insel war dann nicht ganz so schlecht wie vielerorts; kein Frost und nur wenige einzelne Regenschauer.


Der Lummerfelsen mitsamt langer Anna war von Dreizehenmöwen, Eissturmvogel, Trottellummen und Basstölpeln übervölkert.



Und ich hatte wieder Glück, denn der Schwarzbrauenalbatros, der seit 2014 immer mal wieder auf Helgoland gesichtet wird, machte zeitgleich Station dort. Eigentlich war ich am Abend nur noch mal Richtung Lummerfelsen gegangen, um den wunderschönen Sonnenuntergang zu geniessen.


Die Fotografen lagen ihm förmlich zu Füßen. Und das ist wirklich wörtlich zu nehmen. Dieser Anblick wäre auch ein Foto wert gewesen, aber ich hätte wohl eine Menge verständnisloser Blicke dafür geerntet, und so habe auch ich mich auf den Star am Lummerfelsen beschränkt.


Er sieht so wie er da hockt ganz unspektakulär aus und man könnte ihn glatt übersehen. Interessanter ist sein Anblick im Flug.


Leider breitete er so lange ich dort ausharrte nicht seine Flügel aus, sondern saß nur da und beobachtete völlig gelassen die zahlreichen Fotografen, die sich ihm vis-à-vis drängten.

Gleich daneben turtelten und bekämpften sich die Basstölpel.



Leider macht sich die fortschreitende Umweltverschmutzung auch am Lummerfelsen bemerkbar. In vielen Nestern sieht man Kunststoffseile und Teile von Netzen in orange und blau, die die Basstölpel nichtsahnend aus dem Meer fischen.


Ein Basstölpel hatte sich mit einem Fuß hoffnungslos in einem verfangen und hing ohne Aussicht auf Hilfe im Felsen. Ein anderer hatte sich mit einem Seil stranguliert. Beides ganz traurige, geradezu deprimierende Anblicke.

Endlich hatte ich auch Zeit zur Düne rüber zu fahren.

 



Die Ruhe und Einsamkeit der Fotos täuscht, denn am Strand lagen unzählige Kegelrobben und Seehunde und dösten in der Sonne. Teils in großen Gruppen, aber auch einzeln weiter oben auf dem Strand, so dass man aufpassen mußte nicht über sie zu stolpern.


Auf der Überfahrt und an den Abenden habe ich gestrickt was das Zeug hält. Im Februar hatte Catrin die Anleitung für den SternenLiebe-Loop veröffentlicht. Es fehlten nur noch ein paar Runden und der Loop hat mir auf Helgoland gute Dienste geleistet, liegt er doch schön eng am Hals und lässt keinen Wind durch.


Statt wie in der Anleitung angegeben 7 bis 8 Musterfolgen habe ich nur 5 Sternereihen gestrickt, denn so erkennt man die Sterne auch im getragenen Zustand sehr schön.


Gestrickt ist er aus Zitron 'High Twist Concept' und hat genau die Farbe meines Bodendeckers im Steingarten, der gerade blüht.

Donnerstag, 13. April 2017

das etwas andere Osterei - das Bügelei

Gut gebügelt ist halb gewonnen. Bei einer Blogrunde bin ich auf ein Bügelei fürs das Bügeln von Abnähern gestoßen, das man dort käuflich erwerben konnte. Nach weiterem Suchen habe ich auch eine Anleitung für so ein Bügelei gefunden, klick. Ich habe mich für die kleinere Variante entschieden. Für die eine Seite habe ich einen Wollstoff genommen,


für die andere Seite Jeans einer Männerjeans, ohne Elastan. Innen ist zusätzlich Nessel, falls sich die Außenstoffe beim Füllen doch dehnen.


Mein Bügelei habe ich mit Stoffschnipseln gefüllt, von denen ich ja mehr als reichlich habe, und so prall bis auch wirklich nichts mehr rein paßte.

Donnerstag, 6. April 2017

Give me a smile

Emojis sind im WhatsApp-Zeitalter nicht mehr wegzudenken. Nachdem es sogar ein Fechter-Emoji gibt vermisse ich nur ein Nähmaschinen-Emoji. Vielleicht gibt es ja eins beim nächsten Update. Nun durfte ich Claudias neuestes Freebook, ein PP-Emoji, testen. Ich liebe einfach das Nähen  auf Papier und hatte auch gleich das fertige Kissen vor Augen. Türkisblauer Hintergrund, weil Lieblingsfarbe der großen Tochter, die Augen sind noch ein Rest vom Kleid zur Einschulung. In die Kante der Kissenhülle wollte ich eigentlich eine Bommelborte nähen, aber die gab es leider nicht in Dunkelblau oder einer anderen passenden Farbe. Das wäre ein Winterartikel wurde mir beim hiesigen Stoffdealer gesagt. Nun denn. So ist es auf Wunsch meiner Tochter eine Zackenlitze geworden, die man auf dem Foto leider nicht gut erkennen kann.


Verschlossen wird dieses Kissen statt mit einem Reißverschluß mit drei KamSnaps. Auf diesem Bild kann man auch die Zackenlitze ein wenig besser erkennen.


Das Kissen soll das große Tochterkind begleiten, wenn sie im Sommer allein über den großen Teich fliegt.

Donnerstag, 30. März 2017

eine neue Frau Fannie und ein neues Buch

Zugeschnittten war mein neues Kleid schon lange, aber dann kamen andere Versuchungen dazwischen. Den Schnitt "Frau Fannie" von Schnittreif liebe ich, das Kleid ist so herrlich bequem.


Außerdem hat das Kleid Taschen. So wird es wohl nicht die letzte 'Frau Fannie' bleiben.


Und wo gerade blaues Garn in der Overlock eingefädelt war, habe ich mal gleich das nächste Teil zugeschnitten. Schließlich stapeln sich die Stoffe schon als wollte ich demnächst einen eigenen Laden eröffnen.


Aus dem obersten Stoff habe ich eine verschlusslose Jacke genäht. Der Schnitt stammt aus einer Ottobre Woman und stand schon länger auf meiner To-Do-Liste, ich hatte nur noch nicht den passenden Stoff gefunden.


Auch wenn es auf dem Foto so aussieht, die Vorderteile sind gleich lang. Auf dieses Detail hat die Fotografin leider nicht geachtet. Das Rückenteil ist etwas länger geschnitten, was mir sehr gut gefällt. Glücklich bin ich auch, dass ich nach langem Suchen ein Garn gefunden habe, das nicht zu stark auffällt. Alternativ hätte ich die Kanten mit meiner Overlock mit versenktem Messer abgesteppt, aber so gefällt es mir besser.


Die Jacke war obendrein ruckzuck genäht und ich kann mir durchaus vorstellen, sie noch einmal in einer anderen Farbe zu nähen.


Genau zur richtigen Zeit hat mir der Stiebner Verlag ein neues Buch zur Verfügung gestellt, "Richtig nähen mit Overlock- und Coverlockmaschinen".


Ich war schon länger auf der Suche nach einem guten Ratgeber was das Nähen mit meiner Overlock angeht. Was mir an diesem Buch auf Anhieb gefällt sind die vielen anschaulichen Farbfotos. Das ist ein ganz großes Manko bei der Bedienungsanleitung meiner Overlock, die ich regelmäßig verfluche, wenn die Knotentechnik beim Fadenwechsel nicht funktioniert und ich das Garn manuell einfädeln muß. Dann sitze ich da mit den klitzekleinen Zeichnungen und versuche zu entziffern, wie denn die Fadenführung noch mal war.


Wer gerade mit dem Gedanken spielt sich eine neue Maschine zu kaufen, findet am Anfang eine Übersicht der gängigen Overlock- und Coverlockmaschinen, ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Anschließend gibt es eine ausführliche Übersicht der verschiedenen Nähmaschinennadeln und Nähgarne, sowie Nähfüße und Kantenführungen.
Das nächste Kapitel umfaßt allgemeine Grundlagen des Nähens mit der Oberlock- bzw. Coverlockmaschine bevor im nächsten Kapitel das Zusammennähen von Kleidungsstücken erklärt wird. Im letzten Kapitel werden Zierstiche und spezielle Verarbeitungsmöglichkeiten beschrieben. Die einzelnen Kapitel sind sehr übersichtlich gestaltet. und obwohl es mit 171 Seiten ein sehr umfangreicher Ratgeber ist, ist es nie unübersichtlich.
Eine sehr gute Idee ist die einzelnen Kapitel des Buches seitlich farblich zu kennzeichnen. So muß man nicht groß suchen, wenn man schnell mal etwas nachschlagen möchte.

Sonntag, 26. März 2017

Wie groß darf ein Stoffrest sein?

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich kann mich immer schlecht von Stoffresten trennen, besonders, wenn es ein Lieblingsstoff ist. Gerade bei solchen Stoffen schaffe ich es nie, alles was kleiner als 2,5" x 2,5" ist in die Tonne zu werfen. Deshalb war es gerade zu ein Muß das neue Buch von Amanda Jean Nyberg "No Scrap Left Behind" zu ordern. Was mir besonders an diesem Buch gefällt, es werden nicht nur große Quilts vorgestellt, sondern auch kleine Projekte wie eine Auswahl an Nadelkissen.
Als erstes habe ich ein Nadelkissen zum Sortieren meiner Nähmaschinennadeln genäht. Da ich gerne auf Papier nähe, hebe ich mir gerne Nähmaschinennadeln, die nicht mehr ganz so gut sind, fürs Nähen auf Papier auf. Denn danach ist die Nadel eh für nichts anderes mehr zu gebrauchen. Die Stofffitzelchen sind übrigens ungefähr 3/4" bis 1 1/4 " groß.


Für das zweite Nadelkissen wurden dann schon geradezu riesige Stoffreste benötigt, 2 3/4" breit mußten sie sein.


Beim dritten Nadelkissen durften die Reste wieder ganz klein sein. Das Muster "Bright Birch Tree"möchte ich auch gerne mal als Quilt nähen.


Auf Amanda's Blog gibt es noch so viele Anregungen, so dass es bestimmt nicht bei diesen drei Nadelkissen bleiben wird. Stoffreste sind noch genug da.


Verlinkt beim 'Modern Patch Monday'.

Freitag, 17. März 2017

Geschenke und noch mehr TaTüTas

Die Idee mit den TaTüTas ist an der Schule meiner Töchter  eingeschlagen wie eine Bombe. Die ersten 13 TaTüTas waren sofort weg, so dass ich für den nächsten Tag gleich noch ein paar genäht hatte. So kamen wir zunächst auf eine runde Summe von 20 Stück.


Aber auch die reichten nicht, denn nachdem das gefühlt halbe Kollegium ein TaTüTa sein Eigen nennen konnte, wollten andere LehrerInnen auch nicht ohne sein. Um nicht jeden Tag aufs neue TaTüTas nähen zu müssen, habe ich gleich wieder einen ganzen Schwung genäht. Inzwischen nähen sie sich fast von allein und ich glaube man könnte mich nachts wecken und ich würde gleich loslegen können.


So gerieten nötige Geschenke schon fast ins Hintertreffen. Ein 20-Minutentäschchen in der kleinsten Größe, um einen Fingerhut zu verpacken. Das Täschchen muß ich unbedingt mal wieder öfter nähen.


Außerdem habe ich mal wieder zwei Ofenhandtücher genäht. Das eine wurde gleich verschenkt, das zweite bleibt hier für den Fall der Fälle oder falls mir mal nach einem Fabrtupfer in der eigenen Küche ist.


Für eine ganz junge Dame habe ich ein Shirt mit passender Hose genäht. Die Schnitte sind aus älteren Ottobreheften. Nachdem meine Töchter schon Damengröße tragen, war es total ungewohnt so kleine Teile unter der Nähmaschine zu haben. Aber es hat richtig viel Spaß gemacht und ging schnell von der Hand. Da ärgere ich mich im Nachhinein, dass ich für meine Töchter nicht viel mehr genäht habe, als sie in dem Alter waren, aber damals habe ich mich noch nicht an das Verarbeiten von Jersey getraut.


Außerdem habe ich ein Knistertuch nach der Anleitung von shesmile genäht. Innen ist Bratschlauch eingearbeitet, der zur Sicherheit mehrfach eingestochen wurde. An den Seiten kann man seiner Phantasie freien Lauf lassen. Oben ist ein Clip, um das Knistertuch am Kinderwagen oder an der Babytrage zu befestigen. Den Gardinenring habe ich im Gardinenstudio in der Wühlkiste gefunden. Ein Zweiter und letzter Holzring in dieser Kiste kam auch gleich mit, denn das scheint ein Auslaufmodell zu sein. Das Eulenwebband mußte auch zwingend mit dazu. Die applizierte Eule besteht aus verschiedenen Stoffarten wie Cord, Fleece und Jersey, damit es viele unterschiedliche Materialien zu befühlen gibt. Und durch den Bratschlauch innen knistert es richtig toll.


Ich bin auch beschenkt worden, bei Petra hatte ich ein paar kuschelig warme Socken gewonnen, die ich hier noch gar nicht gezeigt habe. Die Farbe durfte ich mir aussuchen, am besten gefiel mir dieses dicke dunkelblaue Garn mit den kleinen Farbtupfern.


Nach zwei aufregenden und auch anstregenden Monaten kehrt hier im Haus auch langsam wieder die Ruhe ein und ich hoffe, dass sich jetzt auch mal wieder für aufwendigere Projekte Zeit findet. Ein neues Projekt habe ich inspiriert durch Martina's neuen Quilt gleich begonnen. Die überwiegend pink und roten Fassetts & Co., von denen sich eine große Auswahl in meinem Stash befindet, sprachen mich auf Anhieb an. Den Quilt komplett aus Resten zu nähen, gelingt aber nicht, meine Auswahl an schwarz-weißen Stoffen ist sehr überschaubar, aber zum Glück ist diese Woche Creativa in Dortmund.

Samstag, 11. März 2017

DARK

So lautet der Titel eines Lichtfestivals in der Altstadt von Arnsberg, das wir uns heute abend spontan angesehen haben. DARK steht für Digitale Arbeiten zur Lichtkultur.


Viele Installationen sind interaktiv und die Besucher können selbst Einfluß nehmen wie die Installation aussehen soll.


 Probsteikirche

 in der Schul-Stadtbibliothek


 Lichthaus Kloster Wedinghausen

 Innenhof Braubrüder/Ärztehaus am Neumarkt

Steinweg

 In der Stadtkapelle St. Georg ist ein Zoetrop aufgebaut. Das ist ein räumliches Daumenkino.


Im rechten Rand sieht man die tatsächliche Geschwindigkeit. Ein Foto dieser Installation zu machen war extrem schwierig. Teilweise konnte die Kamera das Bild nicht festhalten, das Display war einfach schwarz.


Auf dem Vorplatz der Stadtkapelle kann man scheue Mushkas beobachten. Sie zeigen sich nur, wenn der Betrachter ruhig stehen bleibt.

 


Glockenturm

Morgen ist der letzte Tag dieses vom Lichtforum NRW organisierten Lichtfestivals. Wer in der Nähe von Arnsberg wohnt, kann es in der Zeit von 19 bis 22 Uhr live erleben. Wer mehr über die einzelnen Projekte erfahren möchte, kann hier mehr erfahren.