Samstag, 7. April 2018

Wäscheklammerbeutel

Nach fast 17 Jahren war meine Wäschklammerschürze mehr als unansehnlich geworden, denn sie hatte viele Sommer in der prallen Sonne gehangen. Nach einer Idee für das Nachfolgemodell mußte ich nicht lange suchen, denn die hatte ich schon seit über 10 Jahren im Kopf, nur damals hatte ich keinen Bedarf. Die Anleitung stammt aus dem 'Quiltemagasinet', das ich zu der Zeit regelmäßig gekauft habe und das sich fast griffbereit in einem der Stehordner befand, in denen ich meine Anleitungen und Zeitschriften aufbewahre. Auch nach der langen Zeit gefällt mir das Design immer noch richtig gut.


Da auch dieser viele Sommer halten soll, habe ich auf empfindliche Patchworkstoffe verzichtet und stattdessen einen gut abgehangenen Baumwollköper vom Schweden mit uni Baumwollresten kombiniert.

Einen Haken hat es aber von einer geräumigen Wäscheklammerschürze auf den recht übersichtlichen Wäscheklammerbeutel umzusteigen: es passen nicht alle Wäscheklammern hinein. Also habe ich noch einen Zweiten genäht, bis auf die Farbe der Wäscheklammern und den Futterstoff identisch.


Damit die Wäscheklammerbeutel auch innen sauber sind und nichts ausfranzt, habe ich beide mit französischen Nähten versehen.

Dienstag, 3. April 2018

Osternachlese

Kurz vor Ostern fiel mir die Anleitung für einen kleinen Läufer mit einem Osterhasenquartett in die Hände.


Damit es nicht zu kitschig wird, habe ich die bunten Stoff mit ein paar Low Volumes kombiniert. Und weil er wirklich schnell genäht ist, lag der kleine Läufer pünktlich am Ostersonntag auf dem Tisch.

Samstag, 31. März 2018

Webkante trifft Osterhasen

Bei mir werden ja nicht nur die schönen bedruckten Webkanten gesammelt, auch für die anderen finde ich immer eine Verwertung. Meist sind es Körbe wie diese, aber für meinen österlichen Türkranz waren sie auch ideal. Im Blumenladen war man ziemlich erstaunt, als ich außerhalb der Adventszeit nach einem Strohkranz fragte, der im Fachjargon 'Römer' heißt, dieser Begriff war mir neu. Im Gewächshaus wurde der Chef dann fündig, nachdem seine Angestellte mir nicht helfen konnte.


Die Enden habe ich nur locker verknotet und das letzte Ende unter einen bereits gewickelten Streifen geschoben. Mir gefällt, dass alles nicht so gleichmäßig ist.


In der Mitte hat es sich ein Osterhase aus einem Rest Jeans gemütlich gemacht und grüßt nun freundlich an der Haustür.


Bei Katharina gibt es ein Tutorial mitsamt Hasenvorlage.


Für das Osterfrühstück habe ich noch schnell Eierwärmer nach einem Tutorial vom Berninablog genäht.


Ich wünsche Euch ein frohes und erholsames Osterfest


Verlinkt beim 'ModernPatchMonday'

Sonntag, 25. März 2018

L wie Liebe

Neulich sah ich auf Instagram ein Kissen mit wonky Schriftzug 'LOVE'. Beim genaueren Betrachten  des Fotos befand ich, dass das auch ohne Pattern machbar sein müßte, denn in Serie würde ich nicht damit gehen.


Also habe ich eine grobe Skizze gemacht und wurde dabei bestätigt, dass ich das auch selbst aufzeichnen kann. Nachdem ich die vier Buchstaben in der gewünschten Größe gezeichnet hatte, habe ich sie auf Windelvlies übertragen. Dann mußte nur noch die Stoffe ausgesucht werden und schon konnte es losgehen. Um die Buchstaben herum haben ich Bubbles gequiltet und das Kissen wieder mit einer selbstgemachten Paspel versehen.


Da die Kiste mit den bunten Stoffen schon mal geöffnet war, habe ich für mein Nähzimmer eine Scherengarage genäht. Das Problem kennen wahrscheinlich die meisten von uns: wie 'verteidigt' man seine Stoffschere(n) vor dem Rest der Familie? Denn meist reicht ein 'meine Scheren sind für Dich tabu' oder ein Stoffbändchen oft nicht aus.


Das Tutorial habe ich hier gefunden. Die Scherengarage ist wirklich schnell genäht, nur ein paar Nähte, dann haben drei Scheren ihren Platz und es ist klar ersichtlich, welche Scheren nur für Stoff reserviert sind.


Nur die Spitze ist ein wenig tricky, da muß man gut bügeln und gut stecken, aber dann klappt es ganz gut.


Als Drittes habe ich diese Woche ein neues Körnerkissen genäht, nachdem das Alte neulich nachts im Dunkeln in der Mikrowelle gegrillt worden war. Zum Glück ist nur der Stoff verschmörgelt und nicht noch mehr passiert. Und ich war's nicht! Und immerhin weiß ich jetzt, dass die Mikrowelle eine Grillfunktion hat, :-)


Gefüllt ist es mit einer Mischung aus Dinkel und einem Rest einer Getreidemischung. Der Bezug ist aus einem Stoff aus dem Stash.


Durch die französischen Nähte ist der Bezug auch innen ansehnlich.


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Freitag, 23. März 2018

Jeans-Upcycling 3.0

Der Jeansabbau geht in die dritte Runde und wieder habe ich einen Geldbeutel genäht. Dieses Mal ist er komplett aus Jeans. Damit das Täschchen durch das viele Elastan nicht beult, habe ich den Jeansstoff mit Vlieseline G700 unterfüttert. Das stabilisiert, sorgt aber nicht für mehr Volumen, was der Jeans auch nicht nötig hätte.


Auf der einen Seite befindet sich ein schickes Hosenlabel, auf die andere Seite habe ich den oberen Teil einer Hosentasche aufgenäht. So gibt es bei diesem Geldbeutel sogar sechs Fächer.


 Gefüttert ist der Geldbeutel wie der Erste mit dem neutralen 'Tante Ema'-Stoff.


Durch die Vlieseline sind auch die oberen Ränder schön stabil und standfest.


 Passend zum Hosenlabel habe ich das Reißverschlussende mit einem Rest Kunstleder eingefasst.


 Und der Zipper hat auch einen schmalen Streifen dieses Kunstleders.


Obwohl das Täschchen so klein ist, reichte der Stoff der einen Jeans nur noch für die beiden Außenseiten. Alle anderen Jeansteile sind aus einer zweiten Jeans, die genau dieselbe Struktur und Farbe hatte.


Mit meinem neuen Fahrradsattelbezug kann ich zwar keinen Schönheitspreis gewinnen, aber er soll auch in erster Linie funktional sein. Bis zum letzten Sommer hatte ich einen aus Plastik, den ich mal als Werbegeschenk bekommen hatte. So war am Ende des Arbeitstags immer gesichert, dass der Sattel trocken ist. Aber irgendwann war er verschwunden, obwohl er alles andere als schön war.


Im Tutorial wird der Fahrradsattelbezug aus Wachstuch genäht, aber da ich mir nicht sicher war, ob der Schnitt gut paßt, habe ich ihn erst mal zur Probe aus Jeans genäht. Außerdem kommt der vielleicht nicht so schnell weg, als wenn er aus einem schönen Wachstuch genäht wäre. Da ich keinen Korderlstopper zur Hand hatte, habe ich einfach vorhandenes Gummiband eingezogen und verknotet. Gegen den Regen werde ich den Bezug eventuell noch mit Imprägnierspray einsprühen.


So, das war's vorerst mit dem Jeans-Upcycling, sonst wird es am Ende noch langweilig. Und der Jeansberg ist auch ein ganzes Stück geschrumpft.
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Sonntag, 18. März 2018

Jeans-Upcycling 2.0

Wo ich schon mal die Jeansnadel an der Nähmaschine eingebaut habe, kann es ja eigentlich gleich mit ein paar weiteren Projekten aus Jeans weitergehen.
Ein neues Schlüsseltäschchen ist mal wieder fällig, aber schon länger schwebt mir auch eine Art Clutch vor, in der ich Führerschein, Handy und vielleicht ein wenig Kleingeld verstauen kann, wenn ich nur mal eben die Kinder von A nach B fahren muß. Denn dann immer die große Tasche mitzunehmen, ist einfach lästig. Als Schnitt habe ich mir den Geldbeutel von der Taschenspieler3-CD von Farbenmix herausgesucht. So habe ich trotz kleiner Tasche ein paar Fächer und es fliegt nicht alles durcheinander.


Zuerst war ich ja nicht hundertprozentig mit dem Ergebnis zufrieden, der äußere Reißverschluss saß an den Außenseiten nicht exakt. Anfangs wollte ich es so lassen, weil es ziemlich fuckelig gewesen wäre das zu korrigieren, und hatte den Geldbeutel auch ein paar Tage in Gebrauch. Und wie das so ist, man selbst sieht diesen Fehler ja ständig. Und irgendwann wurde es mir zuviel und ich fing doch an zu trennen.


Jetzt ist es fast perfekt, die kleinen Ungenauigkeiten stören mich jedenfalls nicht mehr. Und in meiner Anleitung ist ein Vermerk, dass ich den Reißverschluss an einer bestimmten Stelle kontrolliere, bevor ich die Tasche ineinander nähe. Denn einen zweiten Geldbeutel wird es auf jeden Fall geben, Jeans ist ja noch genug da.


Das kleine Metalllabel habe ich von einem Pulli abgetrennt. Durch den Jeans ist der Geldbeutel auch ohne Inhalt standfest. Beim nächsten Mal werden ich ihn allerdings noch mit dünner Vlieseline verstärken. Hier ist nur im oberen Bereich mit den Patchworkstoffe H630 hinterbügelt.


Dann war auch endlich das neue Schlüsseltäschen fällig. Den Schnitt mußte ich erst mal suchen, hatte ich doch ein ganz anderes Buch 'in Verdacht'. Bis auf die Öse ist alles am Schlüsseletui recycelt. Der Reißverschluss hatte sogar genau die richtig Länge und mußte nicht gekürzt werden. Er stammte wohl mal von einer Kleinkinderjeans.


Dieses Mal habe ich auf größeres Schnickschnack wie Webkanten verzichtet, denn beim letzten Schlüsseltäschchen mußte ich feststellen, dass die durch den täglichen Gebrauch schnell unansehnlich werden. Nur das kleiner Lederlabel kam als Eyecatcher drauf.
Sogar das Futter konnte ich aus einer alten Hosentasche zuschneiden. Der feine Streifenstoff war zu schade zum wegwerfen und wohl auch von besserer Qualität als der Rest der Hose, denn er hatte noch keine Löcher.


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Mittwoch, 14. März 2018

Jeans-Upcycling 1.0

Da die Jeanshosen auch nicht mehr das sind, was sie früher einmal waren, ist der Berg abgetragenener Jeanshosen hier im Haus mal wieder ziemlich angewachsen. Zeit mal wieder Jeans-Upcycling zu betreiben.


Aus einer Jeans sind zwei der praktischen Utensilos nach dem Schnittmuster von Pattydoo entstanden. Inzwischen klappt das ohne das Video zu schauen.


Nach langer Zeit habe ich auch mal wieder eine Gutscheinkarte aus Jeans genäht. Das ist einfach die schönste Art Geld zu verschenken.


Die Jeans zu verarbeiten hat wieder richtig Spaß gemacht, so dass ich wohl noch die eine oder andere zerschneiden werde.
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Sonntag, 11. März 2018

Aus der Restekiste 2.0

Auch die Stoffrestekiste wurde mal wieder ein wenig erleichtert. Von meinen letzten Hexienähereien war ein paar Stoffschnipsel übrig geblieben, von denen ich mich nicht trennen konnte. Für einige AMC's reichte es noch.


 Ebenfalls aus einem Rest entstand dieses 20-Minuten-Täschchen in der zweitkleinsten Größe.


Darin befindet sich ein Satz srappy LogCabin Untersetzer.


Und weil ich gerade so im Schwung war habe ich gleich noch einen zweiten Satz Untersetzer genäht.
So bin ich gerüstet, wenn mal schnell ein Geschenk gebraucht wird.


Verlinkt beim 'ModernPatchMonday'.

Mittwoch, 7. März 2018

Aus der Restekiste 1.0

Auch wenn es mit den Temperaturen zum Glück bergauf geht, habe ich immer gerne was Warmes um den Hals. In meinem Wollkorb fanden sich noch 3 Knäuel brombeerfarbener Wolle; aus zwei weiteren Knäuel hatte ich mal diese Mütze für das Tochterkind gestrickt. Im letzten Winter hatte ich schon mal den Versuch gestartet, daraus einen Loop zu stricken, ihn aber nicht zu Ende gestrickt, da er mir dann doch nicht gefiel.


Jetzt habe ich auch einige Male aufgeribbelt, bis es nach meinem Geschmack war, da ich keine Anleitung hatte. Das Muster ist dasselbe wie bei der Mütze, gestrickt habe ich einfach so lange, bis die drei Knäuel verbraucht waren.


Den Loop kann man locker zweimal um den Hals legen, oder auch als Schulterwärmer tragen. Da sich im Wollkorb noch ein kleiner Rest Wolle fand, der von der Mütze übrig geblieben war, hat die Mütze nachträglich noch einen Bommel bekommen.

Freitag, 2. März 2018

The Cubicle - oder das Rad kann nicht neu erfunden werden

Neulich unterhielt ich mich mit Angelika über das Abkupfern von Anleitungen. Sie hatte die PopUp-Tasche von der Taschenspieler 4 schon einmal in einem dänischen Buch gesehen und mir war ein Nadelmäppchen auf Instagram aufgefallen, dass ich vor Jahren schon mehrfach genäht und verschenkt hatte. Meines liebe ich ganz besonders, hat es Innen doch ein Stückchen Stoff, den mir meine Mutter einst aus Tromsø mitgebracht hatte. In meinem Bastelkreis hat es jede mal irgendwann geschenkt bekommen und auch Angelika besitzt eins. Ich glaube es war mal für lau in irgendeinem Adventskalender und nun wurde es dort als ganz neu beworben und natürlich ist es kein freies Muster.

Was mich aufregt ist nicht das Abkupfern an sich, man kann sich schließlich nicht immerzu was Neues ausdenken, das sieht man ja an der Mode, die sich in schöner Regelmäßigkeit alle Jahrzehnte wiederholt, sondern die Tatsache, dass uns kleinen Bloggern schnell mit horrenden Strafen gedroht wird, wenn wir mal was kopieren.


Aber es gibt auch erfreuliche Geschichten über Anleitungen im Internet zu berichten. Auf Craftsy hatte mir vor längerer Zeit schon ein Nadelkissen gut gefallen und ich wollte die Anleitung gerne kaufen. Da ich kein Bankkonto in den USA habe, war es aber nicht möglich. Daraufhin habe ich die Designerin angeschrieben, ob es trotzdem einen Weg für mich gäbe an dieses Muster zu kommen. Eine Antwort bekam ich zunächst nicht und hatte die Sache schon abgehakt. Vor ein paar Tagen hatten ich dann eine Antwort von Carmen von Seaschellquilts in meinem Postfach. Sie entschuldigte sich, dass ich so lange auf eine Antwort von ihr hatte warten müssen und im Anhang war ..... die Anleitung, einfach so. Wie nett!


Nun hatte ich Ansporn genug das Nadelkissen auch schnell zu nähen. Gefüllt habe ich es zu 2/3 mit gecrashten Walnussschalen. Diese Art der Füllung hatte ich schon bei Anna von Noodlehead gelesen und auch das Nadelkissen, dass ich nach einer Anleitung aus ihrem Buch genäht habe, nachträglich damit gefüllt. Seitdem sammele ich Walnussschalen, die ich mit dem Hammer dann zerkleinere. Damit die zum Teil spitzen Stücke sich nicht durch den Stoff bohren, habe ich einen Quader aus Nessel genäht, den ich mit den Walnussschalen gefüllt habe. Über dem Quader liegen zurecht geschnittene Vliesreste.


An zwei Außenseiten sind höhere Taschen zum Verstauen von Rollschneider und Co.


An den anderen beiden Seiten sind Klappen angebracht, die oben mittels Haken und Ösens verschlossen werden.


Auf der Innenseite der Klappen ist Wollfilz aufgenäht, um Nadeln zu verstauen. Auf der Außenseite ist 'fabric' bzw. 'paper' gestickt.


So kann man dort auch gebrauchte Nähmaschinennadeln sortieren.


Verelinkt beim 'ModernPatchMonday'