Samstag, 17. Juni 2017

Eine zweite JohnBoy

Nachdem ich in den letzten Wochen hauptsächlich Shirts genäht habe, hatte ich mal wieder Lust aufs Taschennähen. Genauer gesagt wollte ich noch eine zweite JohnBoy nähen. Sie hat die ideale Größe, wenn man nur mal eine Nacht unterwegs ist. Wachstuch und Gurtband waren inzwischen auch gut abgehangen.


Meine neue JohnBoy hat neben einem Karabiner am Band fürs Schlüsselbund eine geräumige Innentasche für Kleinkram bekommen, denn die vermisse ich bei meiner ersten JohnBoy schmerzlich.



Und wie bei meiner Alexa kann die geräumige Innentasche mittels Klettband auch mal heraus genommen werden.


Da der Schnitt recht schlicht ist, habe ich zwei Webbandstücke einmal am Gurtband und das andere unterhalb der Lasche für den Schultergurt eingearbeitet.


Die metallisierten Reißverschlüsse stammen wie immer von Machwerk. Sie gefallen mir einfach am besten und halten auch viel aus.


Ein kleines Stück Wachstuch ist jetzt noch übrig. Vielleicht reicht es ja noch für eine passende Geldbörse.

Montag, 12. Juni 2017

Patchworktage 2017

Freitag früh habe ich mich Richtung Fürth aufgemacht, um die Patchworktage der deutschen Patchworkgilde zu besuchen. Gleich zu Anfang war ich überrascht, wie schön Fürth ist. In der Nachbarstadt Nürnberg war ich ja schon diverse Male, aber auch Fürth ist eine Reise wert.

Rathaus

Theater

Besonders die Altstadt ist sehr reizvoll mit phantasievollen Brunnen und den vielen Innenhöfen.










Beeindruckt haben mich aber auch die massiven Bauten rund um die Fußgängerzone. In unmittelbarer Nähe meines Hotels der Stadtpark, wo man ein schattiges Plätzchen fand.


Die Ausstellungen waren wieder sehr abwechslungsreich. Endlich konnte ich die EQA-Beiträge aller Länder sehen. Meinen Beitrag hatte ich ja schon im letzten Jahr nach der Premiere in Birmingham dank Martina zeigen können. Leider wurde der Titel immer noch nicht korrigiert, aber da die Quilts in Fürth bunt gemischt hingen, war es nicht ganz so schlimm. Eine Zuordnung war eh nur schwer möglich. Und die Vielfalt der Beiträge machte alles wett. Dieser Aspekt gefällt mir immer sehr an solchen Ausschreibungen, egal ob Thema oder Material vorgegeben sind.

Im Herbst hatte die Patchworkgilde wieder zu einem Challenge aufgerufen und ich hatte eines der Stoffpakete bekommen können.


Thema des Challenge "mein Garten".  Ich habe einzelne Blüten ausgeschnitten und mit einer gelben Perle auf dem Top befestigt. Das grüne Garn kam mir sehr passend und wurde gleich fürs Quilten eingesetzt.


Ein wenig schade fand ich, dass am Sonntag die Quilts von Ricky Tims abgehangen waren. Ich wollte sie mir an dem Tag noch mal in Ruhe ansehen und das eine oder andere Foto machen. Elisabeth machte mich dann darauf aufmerksam, nachdem ich sie schon ein wenig irritiert gesucht hatte.

Leider fand ich in Fürth nicht einen Fingerhut, aber die Gilde hatte für Fürth einen neuen Pin herausgebracht, der zusammen mit dem neuen Buch von Bernadette Mayr und einem Charmpack der neuen Serie von Brigitte Heitland mit ins Gepäck kam.

Donnerstag, 8. Juni 2017

Wilde Früchtchen

Als ich vor zwei Jahren die Stoffe für zwei Sommerkleider bestellte, habe ich mich reichlich in der Menge verschätzt. Mindestens ein Meter zu viel reichte es aber locker für zwei neue T'shirts.
Entschieden habe ich mich für das 'Kimono Tee' von Maria Denmark. Man bekommt das Freebook, wenn man den Newsletter bestellt. Ich finde der Schnitt paßt perfekt zu den Stoffen.


Das Schöne an diesem Schnitt ist, dass das T'shirt im Nu genäht ist. Zuschneiden und Nähen hat pro Shirt nur rund eine Stunde Zeit in Anspruch genommen, da ich es mir auch einfach gemacht habe und die Nahtzugabe am Halsausschnitt nur umgelegt und festgesteppt habe, statt ihn gemäß derAnleitung mit einem Stoffstreifen einzufassen. Zum Säumen von Jersey nehme ich am liebsten einen ganz schmalen Zickzackstich, da er sich noch ausreichend dehnt, gleichzeitig aber schön unauffällig bleibt.


Da sich in der Zwischenzeit so viele Jerseyreste angesammelt haben, aus denen man nichts mehr schneidern kann, habe ich nach einer Möglichkeit gesucht sie doch noch zu verwenden. Früher hätte ich daraus Puppenkleidung genäht, aber dafür habe schon lange ich keinen Abnehmer mehr. Nun habe ich Streifen geschnitten, die Enden mit Zickzack aneinander genäht und angefangen die Streifen zu verschricken.


Vielleicht wird daraus irgendwann mal ein Bettvorleger oder ähnliches. Es wird aber ein Langzeitprojekt werden, denn es ist mühsam die Streifen zu verstricken und schon nach kurzer Zeit machen Hände und Schultern schlapp.

Dienstag, 6. Juni 2017

Srappy finished

Gerade noch pünktlich fertig geworden ist die scrappy Kniedecke. Mit ihrer Größe von 1,20 x 1,50 Meter ließ sich sich auch gut Quilten.


Die Streifen für's Binding hatte ich gleich zu Anfang schon zugeschnitten und beiseite gelegt.


Für die Rückseite habe drei farblich passende Stoffstücke genommen.


Jetzt muß sie nur noch schnell eingepackt werden und dann wird sie heute noch überreicht.

Sonntag, 28. Mai 2017

Berlin ist eine Reise wert

Das lange Wochenende haben meine Töchter und ich für einen Besuch in der Hauptstadt genutzt. Und Berlin zeigte sich von seiner sonnigen Seite.


Da die Töchter zum ersten Mal in Berlin waren durfte zwischen den Einsätzen der Jüngsten mit dem Posaunenchor Kulturelles und Geschichtliches nicht fehlen. Oft ließ es sich auch gut miteinander verbinden wie der Besuch der Gedächtniskirche nach einem Einsatz vor dem KaDeWe.


Wie man auf dem oberen Foto sieht war die Innenstadt am Samstag vom bevorstehenden Pokalfinale geprägt. Aber mich fazinierte das Blau der Fenster mehr.


Im KaDeWe kamen die Töchter aus dem Staunen nicht mehr heraus. So ein großes Kaufhaus mit diesem schier unerschöpflichen Angebot kannten sie bis dato nicht. Und Designerkleider und Schmuck von Tiffany hatten wir drei Landeier auch noch nicht gesehen. Ich sage nur: Diamonds are a girls best friends.


Dank einem Mitglied des Posaunenchores hatten wir eine Einladung eines Bundestagsabgeordneten aus der Heimat zur Besichtigung des Bundestags bekommen.



Es war unheimlich spannend mal hinter die Kulissen schauen zu können. Allein die Kontrollen wie im Flughafen inklusive Ausweisabgabe, um hereingelassen zu werden. Dieses Bild ist im Untergeschoss des Jakob-Kaiser Hauses gemacht, man hatte aber überhaupt nicht das Gefühl im Keller zu sein. Spannend, dass unser Einlass im Gebäude auf der anderen Straßenseite war und wir überhaupt nicht bemerkt hatten, dass wir unter der Straße laufen.


Diese Telefonzellen stammen aus einer Zeit, als es keine Handys gab und die Abgeordneten von hier aus in ihre Büros telefonieren konnten, um fehlendes Material anzufordern. Man kann sich wirklich nicht vorstellen, wie lang die Wege sind. 'Mal eben' ins Büro und zurück in den Plenarsaal ist nicht.


Abgeordnetensessel aus Bonn.


Nicht nur Erinnerungsstücke findet man im Übergang vom Jakob-Kaiser Haus zum Reichstagsgebäude, auch viel Kunst in Form von Gemälden und diesem Archiv der Deutschen Abgeordneten zwischen 1919 und 1999, die demokratisch ins jeweilige Parlament gewählt geworden waren, darunter auch Namen wie Heinrich Himmler. Das klingt verstörend, war aber Folge demokratischer Wahlen, wie uns erklärt wurde. 


Die schwarze Box symbolisiert die Jahre, in denen Deutschland über kein demokratisch gewähltes Parlament verfügte. Und Parlamentarier, die ermordet wurden, haben einen schwarzen Vermerk unter dem weißen Namensschild mit Todestag.


Mehrerer solcher Figuren finden sich im Innenhof des Jakob-Kaiser-Hauses.


Und das ist eine Art Kunst im Fahrstuhl. Da wurden alle Handys und Kameras hochgehalten.


Vor dem Plenalsaal der Flur, in dem sich unter anderem das Büro der Bundeskanzlerin befindet.


 Sie befand sich aber zu dem Zeitpunkt in Brüssel.


Ein weiterer Einsatzort des Posaunenchores war an diesem Nachmittag auf der Freundschaftinsel in Potsdam. Gleich gegenüber der Insel liegt das kürzlich eröffnete Museum Barberini, und direkt dahinter, auf dem Foto leider verdeckt, die Nikolaikirche.


 Das holländische Viertel von Potsdam.


 Auch Potsdam hat ein Brandenburger Tor.




Nicht fehlen durfte ein Besuch des Parks von Schloss Sanssouci. Auf der anderen Straßenseite der nach 10 Jahren Bauzeit wieder erschaffene Winzerberg.


Bei tollem sommerlichem Wetter war es eine große Freude durch den Park zu spazieren vorbei an vielen Skulpturen. Wie man sieht nicht nur römisch inspiriert, wie man sie von anderen Schlossparks kennt.



 Dann endlich der Blick auf die Sommerresidenz von König Friedrich II.





Der Park ist so riesig, dass man zu Fuß lange unterwegs wäre, um alles zu sehen.


 Aber zum Glück kann man per Bus alle Sehenswürdigkeiten wie das Neue Palais erreichen. Hier der Blick aufs Palais durch das Triumphtor.





Die Tage in Berlin hatten viele Höhepunkte. Einer war den früheren Präsidenten Barack Obama auf der Bühne am Brandenburger Tor zu erleben.


Meinen Bericht schließe ich mit einem meiner Lieblingsmotive von Berlin, der Oberbaumbrücke unweit der East Side Gallery, wo die Tochter ihren ersten Einsatz hatte.